NEC PC-9801 und Epson PC Club



Kurzbeschreibung
Im Oktober 1982 bringt NEC den PC-9801 heraus und begründet damit die Reihe PC-98, die den japanischen Computermarkt über eineinhalb Jahrzehnte beherrscht. Das erste Modell arbeitet mit einem Intel 8086 mit 5 MHz und 128 KB RAM und zeigt Grafik mit bis zu 640 × 400 Punkten. Dass der Rechner nicht IBM-kompatibel ist, hat einen praktischen Grund: Japanische Texte brauchen Tausende Kanji-Schriftzeichen, und die Grafik damaliger IBM-PCs ist dafür zu schwach. NEC setzt deshalb auf eine eigene Architektur mit eigenem Bus, BIOS und eigener Grafik, ein Kanji-ROM liefert die Schriftzeichen.
Ende 1983 hält NEC etwa die Hälfte des japanischen PC-Marktes, 1991 über 60 Prozent. Bis zum Produktionsende 2004 werden 18,3 Millionen Geräte ausgeliefert. Das Exemplar der Sammlung ist ein späteres Modell, der PC-9801RX.
Ab 1987 baut Epson kompatible Nachbauten. NEC klagt wegen des BIOS, Epson schreibt daraufhin ein eigenes BIOS im Reinraumverfahren, und noch 1987 einigen sich die Firmen. Ein solcher Nachbau ist der Epson PC Club, ebenfalls in der Sammlung.
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